Drei Kirchen, zwei Stadteile, eine Gemeinde - dass ist die Pfarrgemeinde Heilig Geist im Westen Ratingens. Entstanden ist die junge Gemeinde erst am 1. Januar 2002 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden St. Marien in Ratingen-Tiefenbroich und St. Josef in Ratingen-West. Zu der neuen Pfarrgemeinde gehören jetzt mehr als 10.000 Katholiken, die sich bis dahin schon über einige Jahre ein Seelsorgeteam teilen mussten.  

Heilig Geist 

St. Marien

St. Josef

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Geschichte:
Über viele Jahrhunderte gab es in der Stadt Ratingen nur eine einzige Pfarrkirche: St. Peter und Paul in der Stadtmitte. Das änderte sich, als Ratingen größer wurde und sich über die alten Stadtmauern hinaus ausdehnte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden von der „Mutterpfarre“ neue Pfarrgemeinden gegründet.


 

Der Wunsch ein eigenes Gotteshaus zu besitzen, war im Stadtteil Tiefenbroich schon sehr alt. Der Weg nach St. Peter und Paul in der Stadtmitte war weit und beschwerlich, vor allem auch bei Wind und Wetter. Daher wurde 1904 ein Kirchenbauverein gegründet. 1917 konnte der Ratinger Pfarrer erstmals in einem leerstehenden Raum der Schule die hl. Messe feiern. 1923 wurde dann der Grundstein für die alte Tiefenbroicher Kirche St. Marien gelegt, die dann vor allem durch Selbsthilfe gebaut wurde.

1952 wurde der Wunsch der Tiefenbroicher dann Wirklichkeit: das bisherige Rektorat wurde durch den Kölner Erzbischof zur selbständigen Pfarrei erhoben. Entsprechend den seelsorglichen Aufgaben entstanden jetzt die heutige St.-Marien-Kirche und weitere Einrichtungen für das Gemeindeleben. Architekt der Kirche war Kurt Schweflinghaus aus Ratingen, der einen viel beachteten modernen Kirchenbau schuf. Der Kirchenraum bildet ein unregelmäßiges Fünfeck mit einem Zeltdach, durch das drei Stahlpfeiler stoßen und den nach außen charakteristischen Glockenturm bilden. Darüber hinaus wurde die Kirche mit künstlerisch wertvollen Kunstwerken ausgestattet.
 
--> Pfarrer an St. Marien
 

Die Geschichte von St. Josef in Ratingen-Eckamp begann nach dem Ersten Weltkrieg. Da man die Arbeit der Stadtpfarrei entflechten wollte, wurde Ende September 1927 der Grundstein für die Filialkirche St. Josef mit anschließendem Kindergarten gelegt. Bereits sieben Monate später, im März 1928, erfolgte die Benediktion durch den Ratinger Dechanten Monsignore Zitzen. Das erste festliche Hochamt hielt der Neupriester Aloys Reiermann, der aus Eckamp stammte. Betreut wurde die kleine Kirche allerdings weiter von der Stadtpfarrei St. Peter und Paul. Erst 1959 wurde St. Josef selbständige Pfarrei.
 

Als ab Mitte der 60-er Jahre der neue Stadtteil Ratingen-West entstand, wurde auch der Bau eines neuen Parrzentrums und einer größeren Kirche notwendig. Ende Oktober 1972 wurde der Grundstein für die Heilig-Geist-Kirche gelegt, im Mai 1973 wurde Richtfest gefeiert. Der Ratinger Architekt Kurt Schweflinghaus konzipierte die Kirche in der Grundform eines Siebenecks. Von außen gesehen erhebt sich der Kirchenraum wie der Bug eines Schiffes vor den Hochhäusern. Im November 1974 wurde die neue Kirche Heilig Geist eingeweiht. Einige Tage vorher wurde das Kirchenzentrum für die evangelische und katholische Gemeinde, das jetzt im Herzen von Ratingen-West liegt der Öffentlichkeit übergeben.

--> Pfarrer an St. Josef

 

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